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Draußen wird es immer wärmer, der Frühling kommt, die Erkältungszeit ist eigentlich vorbei – und trotzdem läuft die Nase ununterbrochen. Bahnt sich da etwa doch noch eine Erkältung an oder ist das vielleicht Heuschnupfen?
Zugegeben – es ist nicht immer offensichtlich, ob eine laufende Nase einen Schnupfen ankündigt oder schon der erste Hinweis auf eine allergische Reaktion ist.
Wer erstmals auf Pollen mit einer Fließnase reagiert, tut sich besonders schwer. Denn eine Pollenallergie wird nicht umsonst auch als Heuschnupfen bezeichnet.
Beides äußert sich durch typische Symptome, wie:
Erst im weiteren Verlauf unterscheidet sich ein allergischer Schnupfen von einer Erkältung:
Die eindeutige Diagnose kann jedoch nur der Arzt stellen. Falls Sie hinter dem Schnupfen eine Allergie vermuten, können Sie einen Allergietest [https://www.polli-allergie.de/behandlung/allergietest/] durchführen lassen. Daran erkennt der Arzt, ob und wenn ja, auf welche Allergene Sie reagieren. Entscheidend ist das Ergebnis der Untersuchung für die Therapie der Beschwerden, denn eine Pollenallergie wird anders behandelt als eine Erkältung.
Im Gegensatz zur Erkältung, die durch Viren und Bakterien ausgelöst wird, sind die laufende Nase und das häufige Niesen beim Heuschnupfen Abwehrreaktionen des Immunsystems auf Allergene. Im Fall einer Pollenallergie sind das Blütenpollen von Bäumen, Gräsern, Getreide oder Kräutern. Dringen sie über die Schleimhäute ein, will der Körper sie schnellstmöglich wieder loswerden und produziert vermehrt Sekret, das die Fremdkörper nach außen transportiert.
In der Nähe einer Birke, einer Hasel oder im frisch gemähten Gras treten dann durch die hohe Konzentration an Pollen die typischen Niesanfälle auf, und in Nase und Augen brechen sämtliche Dämme.
Obwohl die Symptome fast gleich sind, unterscheidet sich die Behandlung doch grundlegend. Denn während eine Erkältung durch herkömmliche Hausmittel wie Kräutertee, Inhalieren und viel Ruhe gelindert werden kann, wirken diese Maßnahmen bei Allergien herzlich wenig und dienen lediglich dem Allgemeinbefinden. Einzig eine Nasendusche mit Salzwasser hilft in beiden Fällen, um die Schleimhäute zu reinigen.
Bei Heuschnupfen braucht es Antiallergika, die in Form von Nasensprays, Augentropfen und Tabletten erhältlich sind. Nasensprays und Augentropfen gibt es mit verschiedenen Wirkstoffen, die der Allergie den Kampf ansagen. Azelastin blockiert die Wirkung des allergieauslösenden Botenstoffs Histamin und lindert die Beschwerden im Akutfall Es ist beispielsweise in Pollival® Nasenspray und Pollival® Augentropfen enthalten. Cromoglicinsäure, wie z.B. in Pollicrom® Nasenspray und Pollicrom® Augentropfen, setzt hingegen schon früher an und vermindert bei rechtzeitiger Anwendung die Freisetzung von Histamin, bevor die Symptome überhaupt auftreten.
Äußert sich der Heuschnupfen durch sehr starke Beschwerden, helfen Präparate mit Kortison-ähnlichen Wirkstoffen oder Antihistaminika in Form von Tabletten. Wer die Pollenallergie dauerhaft loswerden will, kann nach Rücksprache mit dem Arzt eine spezifische Immuntherapie (SIT) durchführen. Diese Hypo- oder auch Desensibilisierung zieht sich jedoch in der Regel über drei Jahre und ist somit keine Lösung bei akuten Beschwerden.
Während eine Erkältung meist auch unbehandelt nach wenigen Wochen wieder abklingt, kann Heuschnupfen ohne ausreichende Behandlung in 40 Prozent der Fälle zu einem „Etagenwechsel“ führen. Das heißt, die Beschwerden wandern von den oberen zu den unteren Atemwegen und es kommt zum allergischen Asthma.