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So schön der Frühling auch ist – für Allergiker gestaltet sich das Aufblühen der Natur oft eher als Fluch statt als Segen. Denn sobald die ersten Pollen durch die Luft fliegen, beginnt überall bei Jung und Alt die Nase zu laufen, die Augen zu tränen und der Hals zu kratzen. Doch was genau passiert eigentlich bei einer Allergie und warum reagiert der Körper überhaupt auf Pollen, Tierhaare und Co.?
Eine allergische Reaktion ist kurz gesagt eine Überreaktion des Immunsystems auf einen eigentlich völlig harmlosen Stoff. Die häufigsten Allergieauslöser sind Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilben – eigentlich nichts, wovor man Angst haben müsste. Kommt es jedoch zu einer Fehlreaktion des Immunsystems, lösen genau diese Substanzen Atemwegs- oder Verdauungsbeschwerden aus.
Wenn die Allergene, beispielsweise Pollen, über die Schleimhäute in den Körper gelangen, ist für das Immunsystem Alarm angesagt. Denn bei Allergikern hält die Körperabwehr die eigentlich harmlosen Stoffe für höchst gefährlich. Dafür ist ein Eiweiß verantwortlich, das aus der unschuldigen Polle einen erklärten Feind der Körperabwehr macht. Die Folge: Der Körper setzt vermehrt den Botenstoff Histamin frei, der die Allergie-Symptome auslöst.
Allergien sind in den letzten Jahrzehnten auf dem Vormarsch und betreffen immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Doch warum kommt es zunehmend zu diesen Überreaktionen des Immunsystems?
Für die Bekämpfung des Allergens setzt der Körper das Gewebshormon Histamin frei. Dadurch kommt es zu den typischen allergischen Reaktionen, die Allergiker nur zu gut kennen. Je nach Art der Allergie sind die Augen, die Nase, die Haut oder die Verdauungsorgane betroffen:
Sofern sich die allergische Reaktion auf Heuschnupfen-Symptome der oberen Atemwege beschränkt, ist sie in der Regel nicht gefährlich. Je nach Allergen verschwinden die Beschwerden meist mit dem Ende des Pollenflugs oder nach Vermeidung des Allergens nach wenigen Wochen wieder. Allerdings kann es bei einer starken oder länger anhaltenden Allergie zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen. Dann verlagern sich die Beschwerden von den oberen Atemwegen auf die unteren Atemwege in die Bronchien. Die Folge kann allergisches Asthma sein, das sich durch Atemnot äußert und dringend ärztlich behandelt werden muss.
Ebenfalls problematisch kann eine Kreuzallergie werden, wenn beispielsweise ein Pollenallergiker auch auf Lebensmittel wie Nüsse oder bestimmte Obstsorten übermäßig reagiert. Dann kann in seltenen Fällen ein anaphylaktischer Schock auftreten, der mitunter lebensbedrohlich werden kann.
Ist die Allergie stark ausgeprägt, kommen Tabletten zur Behandlung in Frage. Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin und lassen die Beschwerden innerhalb weniger Minuten abklingen. Eventuell verordnet der Arzt sogar Medikamente mit Kortison, die jedoch nur kurzzeitig eingenommen werden dürfen.