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Viele halten Allergien für eine Laune des Immunsystems, die sich nicht verhindern lässt. Es gibt jedoch eine Reihe an Risikofaktoren, die den Ausbruch einer Allergie begünstigen. Was Sie möglichst vermeiden sollten, um allergiefrei durchs Leben zu gehen, erfahren Sie hier.
Jeder ist zu Hause von Hausstaub umgeben. Jeder kommt hin und wieder mit Haustieren in Berührung. Und jeder ist im Frühjahr im Freien den Pollen ausgesetzt. Doch nicht jeder reagiert auf die völlig harmlosen, alltäglichen Substanzen gleich allergisch. Warum das so ist, stellt auch Wissenschaftler immer wieder vor ein Rätsel. Denn ob jemand unter einer Allergie leidet oder nicht, scheint sich nicht beeinflussen zu lassen.
Tatsächlich gibt es jedoch einige Faktoren, die das Risiko einer Allergie erhöhen:
Forscher haben schon vor rund hundert Jahren herausgefunden, dass die Veranlagung für Allergien tatsächlich vererbt werden kann. Allerdings reichen die Gene alleine noch nicht aus, um eine Allergie auszulösen. Vielmehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit bei Menschen mit genetischer Veranlagung, dass äußere Einflüsse zu einer allergischen Reaktion führen.
Laut Allergieinformationsdienstdes Helmholtz Zentrums München ist das Risiko sogar messbar:
Allerdings ist nur die Neigung des Immunsystems zu Allergien genetisch bedingt, nicht die Art der Allergene, auf die es reagiert. Kinder von Heuschnupfen-Patienten müssen also nicht ebenfalls auf Pollen reagieren. Genauso gut ist eine Tierhaarallergie, Hausstauballergie oder Nahrungsmittelallergie möglich. Das zeigten Untersuchungen an Zwillingen, die trotz gleicher DNA nicht unbedingt auch beide allergisch waren.
Manche Menschen tragen eben die Veranlagung für Allergien durch die Vererbung der Eltern in sich und kommen trotzdem ohne Heuschnupfen durch den Frühling. Bei anderen kommt es hingegen zu heftigen allergischen Reaktionen, obwohl niemand in der Familie Allergiker ist. Die Veranlagung alleine gehört demnach nur bedingt zu den Ursachen.
Leider ja, eine Allergie tritt nicht nur bei Kindern und Jugendlichen erstmals auf, sondern kann auch in hohem Alter noch aus heiterem Himmel auftauchen. Warum, ist wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt. Das Gute: Eine Allergie kann auch genauso plötzlich wieder verschwinden. Darauf zählen sollten Sie jedoch nicht. Denn die Symptome einer Allergie – egal ob schwer oder nur leicht – sollten in jedem Fall mit antiallergischem Nasenspray, antiallergischen Augentropfen oder Medikamenten behandelt werden, um einem Etagenwechsel hin zum allergischen Asthma vorzubeugen.