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Vertrage ich gewisse Nahrungsmittel nur nicht oder habe ich vielleicht eine Allergie? Das fragen sich viele Menschen, die sich nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel unwohl fühlen. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Nahrungsmittelallergie erkennen und was Sie dagegen tun können.
Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem übermäßig auf eigentlich harmlose Eiweiße eines Lebensmittels. Sie gehört zu den Soforttyp-Allergien, da sich die Symptome innerhalb kurzer Zeit nach dem Verzehr eines Nahrungsmittels zeigen und sich schnell verschlimmern können. Die Ursache kann eine angeborene Neigung zu Allergien sein. Manchmal tritt eine Nahrungsmittelallergie jedoch - unabhängig vom Alter - aus heiterem Himmel auf, obwohl Sie die entsprechenden Lebensmittel zuvor immer gut vertragen haben.
Es gibt zwei Arten von Nahrungsmittelallergien:
Außerdem gibt es noch eine Reihe an Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die jedoch zumeist keine echten Allergien sind. Oftmals werden hier gewisse Nahrungsbestandteile im Verdauungssystem durch einen Mangel spezieller Enzyme oder eine Funktionsstörung nicht richtig verarbeitet. Häufige Unverträglichkeiten – auch Intoleranzen genannt – sind:
Meist kommt es hier zu Magen-Darm-Problemen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Die Beschwerden treten nicht zwingend unmittelbar nach dem Verzehr der Lebensmittel auf. Deshalb ist es für Betroffene nicht ganz einfach nachzuvollziehen, welches Nahrungsmittel sie nicht vertragen. Um die Diagnose zu erleichtern bietet sich das Führen eines Ernährungstagebuchs an.
Nahrungsmittel, die häufig eine allergische Reaktion hervorrufen, sind:
Oft reagieren Allergiker gleich auf mehrere Nahrungsmittel. Rohe Obst- und Gemüsesorten können beim Garen bekömmlicher werden. Bei Äpfeln gibt es außerdem Unterschiede zwischen den Sorten. Alte Sorten wie Boskoop, Gravensteiner und Jonathan werden von Allergikern meist besser vertragen als neugezüchtete Apfelsorten wie Gala, Golden Delicious und Granny Smith.
In der Regel verursacht der Verzehr eines Lebensmittels innerhalb weniger Minuten bis zu mehrere Stunden danach Beschwerden, die bei Nüssen und Schalentieren auch sehr heftig ausfallen können. Manchmal reicht es schon aus, wenn ein eigentlich verträgliches Nahrungsmittel bei der Zubereitung mit einem Messer in Kontakt kam, mit dem zuvor das allergieauslösende Nahrungsmittel geschnitten wurde. Bei einer Allergie können folgende Symptome auftreten:
Nach etwa 6 bis 24 Stunden ist eine zweite Welle der Allergie möglich, eine sogenannte Spätreaktion. In manchen Fällen reicht schon der Kontakt mit einem Lebensmittel aus, um Juckreiz oder Schwellungen der Haut auszulösen. Oft bessern sich die Beschwerden nach wenigen Stunden. Es kann jedoch bei einer Nahrungsmittelallergie auch zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der unbehandelt tödlich enden kann.
Da die Symptome einer Nahrungsmittelallergie unangenehm bis gefährlich sein können, ist in jedem Fall große Vorsicht beim Verzehr von Speisen angesagt. Was Sie unbedingt beachten sollten, um eine allergische Reaktion zu vermeiden:
Hat sich trotz aller Vorsicht ein Allergen in Ihren Speiseplan verirrt, ist schnelles Handeln angeraten. Denn eine Nahrungsmittelallergie kann im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock führen, der dringend vom Notarzt versorgt werden muss. Falls Ihnen die Nahrungsmittelallergie schon länger bekannt ist, haben Sie im Idealfall Ihr Notfall-Set dabei, mit dem die Behandlung unverzüglich durchgeführt werden kann.