mkrberlin - stock.adobe.com
Hausmittel gegen Pollenallergie
Jedes Jahr zur Pollensaison immer das gleiche Spiel: Die Nase läuft, die Augen jucken und der Aufenthalt im Freien wird zur Qual. Eine Pollenallergie ist eine lästige Sache, gegen die es jedoch neben Medikamenten auch ein paar hilfreiche Hausmittel gibt!
Welche Hausmittel helfen gegen Pollenallergie?
Eine Pollenallergie, egal ob mit leichten oder starken Symptomen, sollte immer behandelt werden. Doch manchmal sind Nasenspray oder Augentropfen gegen Heuschnupfen nicht sofort zur Hand. Dann können Sie die akuten Heuschnupfen-Beschwerden mit Hausmitteln lindern:
- Kühlende Augenmaske: Gegen starken Juckreiz und Rötungen der Augen hilft eine kühlende Augenmaske. Alternativ reicht auch ein feuchtes Tuch oder ein Waschlappen, den Sie über die gereizten Augen legen.
- Augentrost: Das Kraut hat nicht umsonst seinen Namen, denn Augentrost (Euphrasia) lindert die Beschwerden an den Augen und hemmt Entzündungen. Einfach zwei Teelöffel Augentrost mit 200 ml Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und ein darin getränktes Tuch oder Wattepads einige Minuten auf die geschlossenen Augen legen. Alternativ können die Augen auch mit Euphrasia-haltigen Augentropfen, wie z. B. HYLO® FRESH befeuchtet werden.
- Nasenspülung: Eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung gilt allgemein als bewährtes Hausmittel gegen Schnupfen und Pollenallergie. Denn die Salzlösung spült die Nasengänge durch, befreit sie von Pollen und fördert gleichzeitig die Durchblutung. Regelmäßige Nasenspülungen können Allergien erträglicher machen und zur Erkältungssaison auch einem Schnupfen vorbeugen.
- Inhalieren: Was bei einer Erkältung hilft, hat auch bei Heuschnupfen einen angenehmen Effekt auf die Nasenschleimhäute. Das Inhalieren von Kochsalzlösung wirkt abschwellend, befeuchtet die Schleimhäute und lindert den Juckreiz. Eine verstopfte Nase bekommen Sie nach etwa 10 Minuten über dem Dampfbad wieder frei. Rühren Sie dazu einfach zwei Teelöffel Salz in einen Liter kochendes Wasser und atmen Sie den Dampf ein.
- Ätherische Öle: Ist die Nase durch die Allergie verstopft, können ätherische Öle wie Pfefferminze, Eukalyptus, Fenchel oder Dill befreiend wirken. Einfach ein paar Tropfen in ein Schälchen mit Wasser geben und neben sich auf den Tisch stellen. Aber Vorsicht: ätherische Öle haben ein hohes allergenes Potential und könnten die Symptome weiter verschlimmern.
- Haare waschen: Pollenallergiker sollten abends vor dem Zubettgehen duschen und die Haare gründlich waschen. Denn tagsüber sammeln sich hier die feinen Pollen nur zu gerne an. Mit frisch gewaschenen Haaren schleppen Sie die Allergene nicht ungewollt ins Schlafzimmer und können nachts befreiter schlafen.
- Viel trinken: Wer viel trinkt, befeuchtet die Schleimhäute von innen und unterstützt sie bei der Abwehr der Pollen. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßte Früchtetees, die bei steigenden Temperaturen gleichzeitig den Flüssigkeitsspeicher auffüllen.
- Tee: Brennnesseltee soll die Abwehrkräfte stärken, Ingwertee die Durchblutung der Schleimhäute fördern und Entzündungen hemmen, und die Polyphenole im Grünen Tee sollen einen antiallergischen Effekt haben.
- Ernährung: In den Wochen und Monaten, in denen Sie unter der Pollenallergie leiden, sollten Sie besonders auf eine vitaminreiche Ernährung achten. Manche Lebensmittel enthalten Histamine, die eine Allergie zusätzlich fördern können. Auch wenn Sie keine Histaminunverträglichkeit haben, verzichten Sie lieber auf Wein, Käse, Speck, Salami, Sauerkraut, Konserven, Tomaten, Bananen und Orangen. Dagegen dürfen Sie Beeren und Gemüse mit Vitamin C wie schwarze Johannisbeeren, Paprika, Grünkohl oder Fenchel reichlich essen. Vitamin C kann die Ausschüttung von Histamin im Körper sogar bremsen.
Die genannten Hausmittel können auch unterstützend zur Behandlung mit Allergie-Medikamenten angewendet werden. Noch ein paar zusätzliche Tipps, um die Pollenallergie erträglicher zu machen: Halten Sie Ihr Zuhause möglichst pollenfrei. Lüften Sie in der Stadt nur früh morgens, auf dem Land hingegen abends und an Regentagen. Regelmäßiges Staubsaugen und Putzen gehört für Allergiker während der Pollensaison ebenfalls zum Alltag.
Was kann man gegen eine starke Pollenallergie tun?
Bei sehr starken Beschwerden reichen Hausmittel alleine nicht aus. Hier hilft nur eine Behandlung mit Medikamenten, um die Allergie in den Griff zu kriegen. Üblich sind konservierungsmittelfreie antiallergische Nasensprays oder Augentropfen. Diese enthalten einen Wirkstoff dieser beiden Gruppen, die sich in ihrer Wirkungsweise unterscheiden:
• Mastzellstabilisatoren (z.B. Cromoglicinsäure in Pollicrom® Nasenspray und Pollicrom® Augentropfen
• Antihistaminika (z.B. Azelastin in Pollival® Nasenspray und Pollival® Augentropfen
Antihistaminika sind auch in Tablettenform erhältlich und können sinnvoll sein, wenn die äußere Behandlung der Symptome nicht ausreicht. Kortison-ähnliche Wirkstoffe werden bei der ärztlichen Behandlung eingesetzt.
Langfristig könnte auch eine spezifische Immuntherapie (SIT) infrage kommen. Zwar zieht sich die Behandlung in der Regel über ca. 3 Jahre, doch anschließend sind viele Allergiepatienten annähernd oder sogar vollkommen beschwerdefrei.