©JenkoAtaman - stock.adobe.com
Wenn der Traumjob zum Albtraum wird: Manche Allergien treten durch den Beruf erst auf oder werden durch die Allergenbelastung während der Arbeit noch verstärkt. Um die Gesundheit nicht zu gefährden, besteht dann dringender Handlungsbedarf.
Unter berufsbedingten Allergien werden allergische Reaktionen des Körpers zusammengefasst, die durch Allergene am Arbeitsplatz ausgelöst oder verschlimmert werden, zum Beispiel allergischer Schnupfen, Kontaktallergie, Schimmelpilzallergie und allergisches Asthma. Solche Allergien nehmen einen großen Teil der Berufskrankheiten ein, die es den Berufstätigen teilweise unmöglich machen, ihre Arbeit weiterhin auszuüben.
Bei allen Berufen, bei denen Partikel oder Chemikalien eingeatmet werden, besteht das Risiko einer Atemwegserkrankung. Laut Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München haben etwa 15 Prozent aller Asthmaerkrankungen bei Erwachsenen ihre Ursache im beruflichen Umfeld. Doch auch der Hautkontakt mit gewissen Substanzen kann Folgen haben. Häufig betroffen sind:
Obwohl viele Berufe ein gewisses Allergie-Risiko in sich bergen, heißt das noch lange nicht, dass auch jeder unter Beschwerden leidet. Besondere Vorsicht ist vor allem für Menschen geboten, die bereits unter einer Allergie leiden.
Über 400 Stoffe konnten bisher an Arbeitsplätzen nachgewiesen werden, die zu allergischen Reaktionen der Schleimhäute und der Haut führen. Zu den häufigsten Allergenen gehören:
Bei einer Allergie, egal welcher Art, sollten Sie dringlichst die Allergene meiden. Da das in manchen Berufen schwerumsetzbar ist, gibt es folgende Möglichkeiten:
Wenn eine berufsbedingte Allergie die Lebensqualität einschränkt und zu chronischen gesundheitlichen Beschwerden führt, bleibt keine andere Wahl als den Beruf zu wechseln.
Wer schon als Jugendlicher unter Allergien leidet, sollte sich genau überlegen, welchen Beruf er später ausüben will – und kann. Wer gerne schicke Frisuren macht, jedoch auf gewisse Inhaltsstoffe reagiert, wird als Friseur nicht glücklich. Wer unter Asthma leidet, kann hingegen keinen Beruf ausüben, bei dem viel Staub aufgewirbelt wird und bei dem das Tragen eines Mundschutzes notwendig ist.
Oft entsteht die Allergie jedoch erst durch das Ausüben des Berufs. Kommt es dauerhaft zu starken Beschwerden, drohen Lungenerkrankungen oder schmerzhafte Schäden der Haut, ist zum Wohl der eigenen Gesundheit der Wechsel zu einer allergenfreien Tätigkeit notwendig. Informationen und Tipps für den Umgang mit der berufsbedingten Allergie liefern unter anderem Betriebsärzte und Berufsgenossenschaften.